Die BayernSPD sowie die Landtagsfraktion startet am Mittwoch, 27. Januar, 12.00 Uhr, mit den ersten Unterschriften der Fraktionsspitze und Abgeordneten einen Aufruf zu einer Massenpetition der Menschen in Bayern an den Bayerischen Landtag gegen den von Union und FDP geplanten Ausstieg aus dem Atomausstieg.
Die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag wendet sich in ihrem Aufruf zu der landesweiten Massenpetition gegen eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. In Bayern würde dies besonders das Kernkraftwerk Isar I in Ohu bei Landshut betreffen, dessen Abschaltung nach dem Atomkonsens für März 2012 vereinbart ist, und das KKW Grafenrheinfeld bei Schweinfurt, das im November 2014 vom Netz gehen soll. Für die anderen bayerischen Atommeiler (Gundremmingen I und II sowie Isar II) gehen die Laufzeiten 2019 und 2020 zu Ende.
Der Aufruf von Fraktionschef Markus Rinderspacher, MdL, Natascha Kohnen, MdL, Generalsekretärin der BayernSPD, und Umweltsprecher Ludwig Wörner, MdL (im Bild von rechts) hat folgenden Wortlaut:
- Für Bayerns Zukunft !
- Ja zum Atomausstieg !
- Keine Laufzeitverlängerung von Kernkraftwerken !
Die Nutzung der Atomenergie birgt zu große Risiken. Die Frage der Endlagerung des Atommülls bis heute ungelöst. Der im Atomgesetz geregelte Ausstieg bis 2021 muss beibehalten werden. Eine Verlängerung der Laufzeiten würde dringend nötige Investitionen in neue Technologien verzögern.
Wir rufen dazu auf, mit Petitionen an den Bayerischen Landtag, Parlament und Bayerische Staatsregierung aufzufordern, sich für das Festhalten am Atomausstieg auf Bundesebene einzusetzen.
Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich in unserem Land sicher fühlen. Die Atomreaktoren wurden für eine maximale Laufzeit von 40 Jahren konzipiert. Laufzeitenverlängerungen darüber hinaus sind Experimente mit ungewissem Ausgang.
Unser Land braucht eine verlässliche Grundlage für Investitionen in Erneuerbare Energien. Heute getroffene falsche Investitionsentscheidungen binden langfristig Kapital, das dann für Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz fehlt. Durch Laufzeitverlängerungen wird die dringend notwendige Modernisierung der Energieversorgung verzögert und tausende Arbeitsplätze gefährdet.
Download:
Petition mit Unterschriftenleiste (PDF)